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Pyhrnpass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Oberösterreich - Steiermark
Liezen
Spital am Pyhrn
954 m. ü. M.
ca. 17 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.617272o
14.296088o
B 138
2
Streckenbeschreibung: Bis 1983 (Bau der A9) war der Pyhrnpass ein der wichtigsten  Nord-Süd Alpenquerungen in den Ostalpen. Seitdem die  Autobahn den meisten Verkehr aufnimmt hat sich die  Verkehrsbelastung am Pyhrn wesentlich entschärft. Die  kurvenreiche Straße durch das landschaftlich reizvolle Gebiet  ist bestens ausgebaut. Kommt man von Spital am Pyhrn  kreuzt man zuerst einige Male die Autobahn, bis diese bald  hinter dem Berg verschwindet. Die Steigung bewegt sich  zwischen 8 und 12 %. An einigen Passagen bieten sich  herrliche Aussichten.
Am Wegesrand:  Spital am Pyhrn: Das ehemalige Stift wurde 1807  aufgegeben. Die Benediktiner übersiedelten nach St. Paul im  Lavanttal.  Heute ist es eine einfache Pfarrkirche.  Im Jahr  1190 wurde das Gebiet rund um den Pyhrn an eine  Laienbruderschaft übergeben, die an dieser Stelle ein Hospiz  errichteten.   Eine weitere interessante Kriche gibt es in Spital am Pyhrn; die  doppelstöckige Felsenkirche. Ursprünglich war sie eine  heidnische Opferstätte und wurde erst um 1400 geweiht. Aus dem 14. Jhdt. stammt auch die Hofschmiede, die heute zu  besichtigen ist und im 17. Jhdt. den Ruf einer  außergewöhnlichen Huf- und Hackenschmiede hatte. Die Einkaufs- und Industriestadt Liezen war und ist ein  Verkehrsknotenpunkt, die heute vor allem das Ennstal mit dem  Gesäuse und dem Pyhrngebiet verbindet. 
Geschichtliches: In Liezen wurde das letzte Mal umgespannt bevor es den Phyrnpass hinauf ging. Von der Altsteinzeit bis in die Bronzezeit dürfte der Pyhrnpass eine wichtige Route gewesen sein. Mit dem Aufkommen der Hallstattkultur, vor allem mit dem Hallstätter Salzbergbau dürfte sich die Route verschoben und der Pyhrn an Bedeutung verloren haben. Zahlreiche Funde aus verschiedenen Epochen entlang der heutigen Route lassen die Annahme leben, dass die damalige Route nicht wesentlich anders als der heutige Pyhrnpass verlaufen ist. Mit der Einwanderung der Kelten, der Gründung des Königreichs Noricum blühte der Verkehrsweg wieder auf. Der Handelsweg führte über den Pyhrnpass, Schoberpass und Neumarkter Sattel. Weiter ausgebaut und befestigt wurde die Straße von den Römern. Mit ihnen wird die Errichtung zahlreicher Poststellen und Raststätten in Verbindung gebracht. Aus diesen Raststätten sind in späterer Zeit namhafte Orte entstanden. Im Jahr 1190 kam das Gebiet um den Pyhrn durch die Schenkung des Bischof Otto II von Bamberg in das Herrschaftsgebiet des Herzogtums Österreich und stellt somit eine der ersten Erweiterung des historischen Herzogbereiches dar.