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Namlospass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Tirol
Bichelbach
Stanzach
1359 m. ü. M.
26 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.371573 o
10.693431 o
L 21
2
Streckenbeschreibung: Die Strecke durch das Namlostal und den Namlospass  hätte sich durchaus einen Name verdient, der die  landschaftliche Schönheit besser beschreibt. Nicht nur  dass die Straße wenig befahren ist, sie bietet herrliche  Aussichten auf die umliegenden Berge und das  darunterliegende Tal. Ab Stanzach steigt die Straße  zuerst an und führt dann längere Zeit durch ein  beeindruckendes Hochtal. Es geht immer wieder leicht  bergauf und bergab. Schließlich zieht eine 12%-ige  Steigung zum ersten Scheitelpunkt. Nach einer kurzen  Abfahrt wird der  nächste Gipfel erklommen. Gegen  Bichelbach wird das Tal enger, sodass die Weitsichten  nicht mehr gegeben sind. Die Straße ist in einem  erstklassigen Zustand. Das Kurvengeschlängel ist  sagenhaft, eine Kurve jagt die andere. Der  Namlospass lässt sich großartig mit dem etwas südlich verlaufenden Hahntenjoch verbinden.  
Am Wegesrand: Das große Almdorf Fallerschein ist das größte der Region.  Besichtigen kann man 40 Blockhütten. Darunter sind eine Sennerei  sowie zwei Jausenstationen. Im 16. Jhd. War auf der Fallerscheinalm  eine ganzjährig bewohnte Siedlung, immerhin auf einer Seehöhe von  ca. 1280m. Da das Weideland sehr spärlich war rodeten die  Bewohner die umliegenden Wälder um Weideland zu gewinnen.  Leider machten die Bewohner damit das Land unbewohnbar. Wegen  des fehlenden Schutzwaldes gingen im Winter vermehrt Lawinen  nieder. Im Sommer rutschten Hänge ab und es kam zu Vermurungen.  Schließlich verließen die Bewohner die Siedlung und siedelten sich in  Stanzach an. In Bichelbach stößt man auf die Via Claudia Augusta, jene  Römerstraße die in der römischen Kaiserzeit vom Erdmittelpunkt  (Rom) bis Augsburg reichte und zur damaligen Zeit eine Hauptstraße  darstellte. Wer Interesse an einem Stück Straßengeschichte hat, kann bei Biberwier am Fernpass und am Weissensee in romantische  Nostalgie schwelgen.   
Sage: Der "Waldjohler" bei Stanzach. Von Stanzach ging vor Zeiten der "Waldjohler" jede Nacht bis zum Nikolausbrunnen an der Talscheide von Namlos und Fallerschein  auf der rechten Seite des Tales hinein und kehrte auf der linken zurück. Dabei stieß er von Zeit zu Zeit ein furchtbares Gebrüll aus,  welches zu heiligen Zeiten immer stärker war. Man hat ihn auch mit der wilden Jagd ziehen sehen. Einmal machte ein Wildschütze  Feuer auf, da zog der Waldjohler an ihm vorbei; zugleich sprang auch ein Hirsch plärrend auf und mit dem Waldjohler talein.  Als einmal Jäger in die Nähe kamen, hörten sie plötzlich hundertfaches lautes Glockengeschelle und eine Unruhe, wie wenn die  größte Herde Vieh ihnen entgegenkäme. Wie sie aber zu sprechen aufhörten und verdutzt stehen blieben, war plötzlich auch wieder  alles still und ruhig, und weit und breit war kein Stück Vieh, geschweige denn eine ganze Herde zu sehen. Sie wussten nun die  Sache nicht anders zu erklären, als dass alles nur ein Blendwerk des "Johlers" gewesen, und darum gingen sie hübsch ruhig und  eingezogen ihres Weges fort. So blieben sie vom Johler unbelästigt.  Den Johler haben früher viele arg gefürchtet. Auch das Alpvieh brachte er öfters in Aufruhr und Furcht. Da hat ihn dann endlich ein  "Jesuiter" gebannt, und seitdem hat man ihn nie mehr gehört.  Der erwähnte Nikolausbrunnen entspringt im wilden Gewänd und soll vom heiligen Nikolaus geschlagen worden sein, als er die  Namloser Kinder bescherte. 
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