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Koppenpass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Oberösterreich - Steiermark
Bad Aussee
Obertraun
691 m. ü. M.
ca. 12 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.573746 o
13.720341 o
L 701
2-3
Streckenbeschreibung: Über den Koppenpass gelangt man vom Südufer des  Hallstätter Sees in die Steiermark. Eigentlich hat der Pass  nur eine Seite, kurz und steil, vom See hinauf. Die Straße  wurde vor einigen wenigen Jahren neu asphaltiert, sodass  sie jetzt eine sehr gute Belagdecke hat. Der Koppenpass ist  eine sehr windungsreiche Strecke, die nur an manchen  wenigen Stellen Aussichten bietet. In der Steiermark  angekommen führt die Straße dann kaum an Höhe  verlierend nach Bad Aussee, das nur etwa 30 Höhenmeter  niedriger als die Passhöhe liegt. Der steilste  Streckenabschnitt weist eine Steigung von 23% auf. Die  Passstraße folgt dem Lauf der Traun.  
Am Wegesrand: Wenn uns der Koppenpass aus seiner Geschichte erzählen  könnte würden unsere Ohren zu rauchen beginnen. Der  Koppenpass war zur Zeit der Hallstattkultur die wichtigste  Handelsstraße Richtung Osten und versorgte nicht nur die  Steiermark, sondern weit entfernte Völker mit dem kostbaren  „weißen Gold“.  Unmittelbar nach dem Ort Obertraun sind zwei riesige  Höhen zu besichtigen, die Mammuthöhle und die Eishöhle.  Natürlich ist Hallstatt eine Besichtigungstour wert, dabei ist  das richtige Hallstatt im Salzkammergut und nicht das  nachgemachte in China gemeint.   Übrigens; in Bad Aussee gibt es nicht nur herrliche Häuser in  der Altstadt zu besichtigen, sondern auch ausgezeichnete  Mehlspeisen zu verköstigen.  Schon im Nebenort zu Bad Aussee, in Altausse wartet das  nächste Salzbergwerk auf Besucher. Ein Stück des Weges  weiter und du kannst auf die Loser Panoramastraße fahren,  eine ca. 11 km lange Panoramastraße auf den Loser.   Von Bad Aussee gelangt man zum Grundlsee. Auch im  Sommer ist hier das Baden nicht sehr empfehlenswert. Der  See kommt kaum über eine Wassertemperatur von 20o. Vom Grundlsee geht ein kurzer Fußmarsch zum Toplitzsee.  Der Legende nach soll hier der Schatz der Nazis versenkt  worden sein. Zahlreiche Expeditionen haben im Toplitzsee  nach Kostbarkeiten gesucht. Gefunden wurde bisher  leidglich eine Kiste Kronekorken. Etlichen Tauchern hat die  Suche allerdings das Leben gekostet.  
Wie Hallstatt zur Hallstattzeit kam:  Die prähistorische Forschung Mitteleuropas bezeichnet die  Epoche von 800 bis ca. 30 v.Chr. nach dem in jener Zeit  wichtigsten Werkstoff als Eisenzeit. Bereits 1866 wurde  diese Epoche von Karl Adolf Morlot in einen älteren und  einen jüngeren Abschnitt unterteilt. Die Namensgebung  erfolgt aufgrund zweier Fundorte, Hallstatt wegen des  gefundenen Mannes im Salz und La Tène.   Allerdings beinhaltet der Begriff Hallstattzeit nicht nur eine  zeitliche, sondern auch eine geographisch kulturelle  Komponente. Bei der Bevölkerung des Hallstattgebiets, das  sich von Ostfrankreich, dem schweiz. Mittelland und dem  Jura über Süddeutschland, Böhmen und Niederösterreich  bis nach Slowenien erstreckte, handelte es sich nach  Ansicht der Forschung um frühe Kelten. Sie bildete  jedenfalls das Substrat, aus dem in diesem Raum in den  letzten Jahrhunderten v.Chr. die Kelten hervorgingen.  Anhand der unterschiedlichen  Ausstattungsmuster in den  Gräbern oder auch der Grabsitten lassen sich ein West- und  ein Osthallstattkreis abgrenzen. Den Übergang zur  Latènezeit noch vor der Mitte des 5. Jh. v.Chr. machen  Prähistoriker an einem neuen Verzierungsstil fest, der  insbesondere in der Produktion der Metallobjekte zum  Tragen kommt. Im 4. Jh.v.Chr. machen sich Veränderungen  zuerst im Bestattungsbrauchtum und später in den  Siedlungsformen bemerkbar. 
Salz – ein kostbares Gut seit alters her! Steinzeit - Beginn des Salzabbaus: Salz  war und ist unverzichtbar für die menschliche Ernährung. Lange Zeit ist es eines der  wenigen Mittel gewesen, um Lebensmittel haltbar zu machen. Daher wurde Kochsalz von sesshaften, bäuerlichen Völkern schon in  vorgeschichtlicher Zeit aus Pflanzenasche, Quell- und Meerwasser gewonnen. Die Jäger der Frühzeit konnten ihren Salzbedarf aus  dem großen Anteil tierischer Nahrung decken. Um den Salzbedarf zu decken, wurde sogar das Blut von Tieren getrunken. Vor 6000  Jahren wurde an den Salzseen Chinas schon Salz gewonnen. Im alten Ägypten wurden die Toten in eine Salzlösung gelegt, die dem  Körper Wasser entzog, so wurde der Körper mumifiziert.   In Europa ist das älteste bekannte Salzbergwerk wahrscheinlich über 3000 Jahre alt und befindet sich in Hallstatt. Hier habe alte  keltische Völker den Salzabbau betrieben. Hallein und andere Salzbergwerke wurden in der Folge erschlossen.   Antike - Salz als Handelsgut  Das Salz ist eines der ältesten Handelsgüter der Menschheit. Die Gewinnung des Minerals, der Handel und der Transport des Salzes,  wurden in Altertum und Mittelalter besteuert und überwacht. Fast überall auf der Welt sicherten sich die Herrschenden Salzmonopole  und erhoben Salzsteuern. Sie kontrollierten den Transport der schweren Fässer auf den sogenannten "Salzstraßen".  Sehr oft wurde  Wein gegen Salz gehandelt.   In der Antike, bei Thrakern, Griechen und Römern  war das Salz ein wichtiges Gebrauchs- und Handelsgut. Gewonnen wurde es in  Meergärten durch die Verdunstung von Meerwasser. Dieses Salz wurde von den Salzbauern über die "Via Salia" in das Binnenland  verkauft. Im Römischen  Reich erstreckte sich ein "Salzverteilernetz", betrieben von  darauf spezialisierten Kaufleuten, den "salarii",  bis in die entlegensten Regionen, also von Spanien bis hin zur Krim. Dieses Netz funktionierte so reibungslos, dass der Preis für Salz,  im Vergleich zum Mittelalter, relativ niedrig und stabil war.  Die Preisstabilität und geregelte Versorgung ermöglichte es den Römern, Salz als Zahlungsmittel zu nutzen,  zum Beispiel wurden  zeitweise die römischen Legionäre damit bezahlt.  Die Bedeutung des Salzes für Stärke und Wirtschaft des Römischen Reiches zeigt sich darin, dass der Verkauf von Salz, wie auch der  von Waffen und Korn, an Feinde des Reiches strengstens verboten war.   Von einem Krieg um das kostbare Gut, dem in folgenden Jahrhunderte noch etliche folgten, nämlich dem Krieg um die salzhaltigen  Quellen an der Werra, berichtet schon im Jahre 58 der römische Historiker Tacitus (55-120 n. Chr.).  Mittelalter Mit dem Zusammenbruch des Römischen Reiches kam der Salzhandel erst einmal zum Erliegen. Das Salz musste wieder aus lokalen  Quellen bezogen werden. In Mitteleuropa wurde begonnen, Salz in Solen zu erzeugen. Bei dieser Art der Salzgewinnung wird mit Salz  gesättigtes Wasser durch Verheizen von Brennholz verdampft. Der enorme Brennholzbedarf bei der Salzerzeugung hat zum  Entstehen der Heidelandschaft um Lüneburg, wo sich eine der ersten "Salinen" Mitteleuropas befand, beigetragen. Im frühen  Mittelalter lebte der Handel mit Salz jedoch wieder auf. Da es auf den Landstraßen häufig zu Überfällen kam, nutzten die Salzfuhrleute  Straßen, die unter dem Schutz von Landes- oder Burgherren standen. Diese erhoben für den Schutz der Wege "Salzsteuern". Die  "Salzsteuer" wurde schnell zu einer sprudelnden Einnahmequelle für die Landesfürsten und die Burgherren, aber auch für die an den  "Salzstraßen“  gelegenen Städte. Die Benutzung dieser Straßen war für die Salzfuhrleute zwingend vorgeschrieben. Etliche große  Städte, wie Rom, München, Warschau, Lüneburg, die Hansestädte, aber auch Timbuktu in Afrika, verdanken Größe und Reichtum den  alten Salzstraßen.