Albert´s Motorradseiten Impressum
Kniepass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Salzburg
Lofer
Unken
558 m. ü. M.
ca. 4 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.633760 o
12.727672 o
B 178
1-2
Streckenbeschreibung: Der Kniepass ist ein Talpass zwischen Unken und Lofer,  also nicht wirklich eine Passstraße wie man sie sich  vorstellt. Die Straße führt durch schluchtartiges Gebiet.  Auffällig sind einige Kurven, die bloß wie ein jeweiliges  Versetzen der Straße aussehen. Kaum ist man drinnen, ist man auch schon wieder  draußen.
Am Wegesrand: Die Engstelle des Tales hatte von jeher Bedeutung für den  Warenverkehr (damit natürlich auf für den Zoll) und auch  eine sehr wichtige strategische Bedeutung für die  Verteidigung des Landes.    Jeden Sonntag ab 11.00 findet beim Lutzbauer in Unken  eine Kräuterwanderung entlang des Heilkräuterweges statt.  Für Kinder sind bei den Wanderungen auch Sagen und  Märchen zu hören.  In Unken befindet sich die Muckklause. Eine alte Holztrift in  der ab 1792 die Saline Reichenhall mit Holz versorgt wurde. 
Festung Kniepass: 1350 wird hier erstmals eine Befestigung unter dem Namen „Chniepoz“ erwähnt. Sie diente als Sperre im Kriegsfall und sollte vor  allem den Warenverkehr von und nach Bayern kontrollieren. Natürlich war damit auch eine einträgliche Straßenmaut verbunden.  1648 erhielten die Sperreinrichtungen unter Fürsterzbischof Paris Lodron ihre endgültige Gestalt, da man ein Vordringen  schwedischer Truppen nach Salzburg fürchtete. Seit damals wurden die Befestigungen kaum mehr verändert. 1707 wollte man  bereits die Wehranlagen abtragen lassen, doch sprach sich Fürsterzbischof Johann Ernst Thun dagegen aus. Auch in späteren  Kriegen erkannte man die militärischen Möglichkeiten, die die Talenge bot.   1742 bis 1745 wurden die Verteidigungsanlagen wieder instand gesetzt und mit Soldaten besetzt. Während der Franzosenkriege  nisteten sich Tiroler und Salzburger Freiwillige in dem alten Sperrfort ein. Landsturmhauptmann Skiner machte es wieder  verteidigungsbereit. 1805 zog sich der österreichische Feldmarschall Graf St. Julien hinter den Kniepass zurück, als der  Steinpass nicht mehr zu halten war. 1809 kam es hier unter dem Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher zu schweren  Kämpfen gegen vorrückende bayerische Truppen. Nach Anfangserfolgen konnte der Kniepass aber nicht gehalten werden. Später  hausten hier Waldarbeiter. Noch 1945 wurden unterhalb der Festung Panzersperren errichtet, um die vordringenden  amerikanischen Truppen aufzuhalten. 1965 zogen die letzten Bewohner aus.   Die Sperranlagen des Kniepasses gehören heute dem Bundesland Salzburg. Sie wurden 1988 umfassend saniert und  beherbergen ein kleines Museum, in dem archäologische Funde ausgestellt sind.