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Kartitscher Sattel - Lesachtal
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Kärnten - Osttirol
Tassenbach
Obertilliach
1525 m. ü. M.
ca. 15 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
46.717944  o
12.540915
B 111
1-2
Streckenbeschreibung:  Das Lesachtal und der Kartitscher Sattel ist ein Muss für  alle, die gerne durch die Kurven wedeln und eine Strecke  suchen, die nicht stark befahren ist. Die Zufahrt durch das  Lesachtal entpuppt sich etwas zeitaufwendig. Zwischen  Kötschach-Mauthen und Obertilliach liegen zwar nur ca. 35  km, doch die sehr stark  gewundenen Straße, in  canyonartiger Umgebung mit unterschiedlichen  Fahrbahnverhältnisses und Fahrbahnbreiten verlangt Zeit.  Stellenweise kann auf der engen Straße nicht einmal ein  PKW überholt werden.   Der Kartitsche Sattel selbst ist eine herrlich ausgebaute  Strecke inmitten phantastischer Landschaft. In dem weiten  Hochtal um Kartitsch sendet das Gehirn an die rechte  Hand: „Zurückdrehen und Genießen.“  Der Kartitsche Sattel ist Teil der Karnischen  Dolomitenstraße, die eine Runde um die Karnischen Alpen  dreht. 
Am Wegesrand: Obertilliach ist ein Haufendorf im obersten Lesachtal nahe  dem Kartitscher Sattel und gehört zu den wenigen Tiroler  Dörfern, in denen sich ein intaktes Ortsbild in einem  intakten Landschaftsbild erhalten hat.  Von der kleinen Ortschaft Kleblas aus führt ein kleines  Sträßchen nördlich zum Mühlenbauer, wo eine alte Mühle  auf Besucher wartet. Der Beruf des Mühlenbauers vereinte  Fähigkeiten mehrerer Berufszweige: Ein guter  Mühlenbauer besaß Fähigkeiten aus dem Drechsler-,  Steinmetz-, Tischler-, Zimmerer-, Radmacher- und auch  aus dem Schmiedehandwerk. Entlang der Gail gab es  ursprünglich weit mehr als 200 derartige Mühlen.   Heilquelle Tuffbad: Eine Calzium-Magnesium-Sulfat-  Hydrogencarbonatquelle entspringt aus 200 m tiefen  Tuffgestein und wurde von den Luggauer Patres 1765  entdeckt. Damals diente eine Badehütte für den  Eigengebrauch. Heute gibt es zahlreiche Anwendungen,  Schwimmbad etc. im Almwellnesshotel, welches für die  Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Jahr 2010 wurde die Lesachtaler Brotbackkunst zum  Immateriellen Welterbe (Bezeichnung der UNESCO)  aufgenommen.   Natürlich spielte die Holzwirtschaft eine bedeutende Rolle  des Lesachtales. Die hier wachsende Haselfichte ist ein  begehrter Rohstoff. Neben der Erzeugung von  Klanginstumenten (vor allem Geigen) wird das Holz mit  Vorliebe für die Erzeugung der Gondeln in Venedig  verwendet. 
Geschichtliches: Um 600 n. Chr. von Slawen besiedelt, wurde das Lesachtal  später als eines der ersten Täler Kärntens germanisiert. Der  Name Lesachtal deutet noch auf die slawischen Siedler hin:  „Lesach“ stammt aus dem slawischen Sprachgebrauch und  bedeutet so viel wie Wald.   Ende des 6. und Anfang des 7. Jahrhunderts suchten  Flüchtlinge und Vertriebene der Völkerwanderung Zuflucht in  der Abgeschiedenheit des Lesachtals. In Zusammenhang  mit dem Lehenswesen tauchten im 11. und 12. Jahrhundert  mit den „Grafen von Görz“ und „Herrn von Reiffenberg“ zwei  Deutsche Adelsgeschlechter auf. Nach dem Aussterben der  “Reiffenberger“ (1372) unterstand das Tal der Herrschaft der  Grafen von Görz-Tirol, fiel später unter die Hoheit Kaiser  Friedrich III. und unterstand schließlich der Grafschaft  Ortenburg.