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Großglockner Hochalpenstraße
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Kärnten - Salzburg
Bruck an der Glocknerstraße
Heiligenblut
2546 m. ü. M.
ca. 46 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.117496 o
12.827719 o
B 107
2
Streckenbeschreibung: Die Großglockner-Hochalpenstraße ist durchgehend sehr gut ausgebaut und wird laufend von der Betreibergesellschaft, der Großglockner  Hochalpenstraßen AG vorbildlich in Schuss gehalten. Die Hochalpenstraßen zur Querung der Hohen Tauern verfügt über 2 Panoramastraßen  zur Edelweißspitze und die Gletscherstraße zur Franz Josefs Höhe. Entlang der Straße sind ausreichend große  und genügend Rastplätze  angelegt, sodass das Bergpanorama mit Hingabe genossen werden kann. Von Heiligenblut aus kommt man nach einigen Kurven zur  Mautstelle. Auch hier sind ausreichend Parkplätze angelegt, sodass sich jeder Motorradfahrer auf das Abenteuer Großglockner in Ruhe  vorbereiten kann. Die Straße führt danach durch leicht bewaldetes Gebiet und über Almen weiter hinauf. Kurz vor der  Abzweigung zur  Gletscherstraße passiert man die Baumgrenze und eine herrliche Aussicht auf die umliegenden 3000er erfreuen die Augen (gutes Wetter  vorausgesetzt). Die Hinweisschilder an den Parkplätzen bringen die Berggipfel durch Erklärungen näher. Über Serpentinen gelangt man zum  Hochtor. Das Hochtor ist ein 311m langer beleuchteter Tunnel über welchem  der Scheitelpunkt der Wasserscheide verläuft. Vom Hochtor aus  nach Süden geblickt wird das Panorama der Schobergruppe sichtbar.  Danach verläuft die Straße leicht bergab und man erreicht nach einigen  Kurven das Mittertörl.  Nach einigen Minuten erreicht man das Fuschertörl und die Abzweigung zur Edelweißspitze. Begab in Richtung nach Ferleiten tauchen wir nun  in das Serpentinenparadies ein, vorbei am Hochmais und Pfiffkar gelangen wir wieder ins Tal. TIPP: Wenn Sie die Großglockner Hochalpenstraße wirklich genießen wollen, sollten sie nur bei Schönwetter die Strecke befahren. Außerdem  lohnt es sich, spätestens bei der Mautstelle, die Beschreibung und die zahlreichen Besichtigungsmöglichkeiten zu studieren um den Aufenthalt  am Großglockner zu planen. Zahlreiche Besichtigungsmöglichkeiten, Ausstellungen, Naturgärten u.v.m.  führen den Besucher durch alpine  Geschichte, verschiedenste Vegetationszonen, Gletscher-besichtigungen u.v.m.
Kleine Rundschau: Jeder Motorradfahrer hat seinen Lieblingspass oder Lieblingsstrecke. Zweifelsohne gibt es in der Schweiz, Frankreich und auch  Slowenien sehr schöne Alpenpässe.  Die Großglockner-Hochalpenstraße  und die zahlreichen Angebote am Wegesrand ist ein  Gesamtkunstwerk. Zitate über die Großglockner-Hochalpenstraße:  Heinz E. Studt – 100 Alpenpässe mit dem Motorrad: Sie zählt nicht nur zu den Klassikern, sondern auch heutzutage noch zu den  absoluten Highlights aller Motorradstrecken Österreichs, ja ich möchte sogar behaupten, der gesamten Alpenregion.“  Sylvia Harasim und Martin Schempp – Pässe: „Sicher, mache Pass-Straßen sind steiler. Andere kühner. Und wieder andere haben  viel mehr Serpentinen. Aber keine geht einem so ans Herz wie diese Großglockner Hochalpenstraße. Weshalb? Tja, man muss sie  ganz einfach gesehen haben, diese Ausblicke auf weiße 3.000er.  Und erfahren haben, diese hervorragend angelegten Kehren.“ 
Kaiser Franz Josefs Höhe Der Stich hinauf zur Kaiser Franz Josefs Höhe  ist ca. 8,5 km lang und führt direkt zur  Pasterze, dem längsten Gletscher der  Ostalpen. Mit etwas Glück kann man hier  Murmeltiere und vielleicht auch Steinböcke  beobachten. Von hier führt der  Gamsgrubenweg  in die mystische Sagenwelt  des Berges. Nach einer weiteren Stunde  gelangt man zum Wasserfallwinkel.
Edelweißspitze Der knapp 2 km lange Stich vom Fuscher Törl zur  Edelweißspitze wird durch herrliches  Bergpanorama belohnt. Außerdem befindet sich  hier der Bikers Point. Der Bikers Point am  Großglockner ist ein exklusiver         Infopunkt mit  reservierter Parkfläche ausschließlich für  Motorräder. 
Geschichtliches: Inwieweit Kelten den Großglockner als Passübergang und somit als Saumpfad nutzten, darüber ist wenig bekannt. Sicher ist  allerdings, dass sich keltische Stämme im Gebiet um das Hochtor aufhielten. Wahrscheinlich um hier nach Erzen zu suchen. Als Sicher kann angenommen werden, dass über den Großglockner eine römische Straße führte. Beim Bau der heutigen  Großglockner Hochalpenstraße stieß man immer wieder auf Reste einer römischen Straße. Die Römer haben im Gebiet der Hohen  Tauern exzessiv Gold abgebaut. Die Vorkommen sollen derart ausgiebig gewesen sein, dass für kurze Zeit im gesamten römischen  Reich der Goldpreis verfiel.  Im Mittelalter wurde der Pass, vor allem im Winter für Transporte genutzt. Es gab einen Sommer- und einen Winterweg. Der  Winterweg führte vom Rauriser Tal zum Hochtor. Die Annahme liegt nahe, dass die örtlichen Bauern, die im Winter die Felder nicht  bestellen konnten, sich und ihr Vieh, vorwiegend Ochsen und Pferde, als Säumer zur Verfügung stellten. Ab dem 16. Jhdt. verlor der  Bergbau am Glockner an Bedeutung und wohl auch im 17. Jhdt. der Warenverkehr. Ende des 19. Jhdt. wollte man wieder einen  Lastenverkehr über den Großglockner errichten. Geplant war eine Zahnradbahn. Das Projekt blieb in der Entwicklungsstufe stecken.    Nach dem Ende des 1. Weltkrieges und den Verträgen von St. Germain war durch die Abtrennung Südtirols von Österreich das  gesamte Osttirol vom Mutterland Tirol abgetrennt. Bei der Suche nach einer innerösterreichischen Lösung des Problems stieß man  auf die Möglichkeit über den Großglockner eine breite Straße zu errichten. Das Projekt kam wegen anhaltender finanzieller  Schwierigkeiten immer wieder ins Stocken. Schließlich war die österreichische Politik auf der Suche eine Möglichkeit zu finden die  sich in der Zwischenkriegszeit um sich greifende Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Da  bot sich das Großglockner  Hochalpenprojekt an. Man hoffte hier viele Arbeitslose beschäftigen zu können und somit durch staatliche Geldspritzen die Wirtschaft  wieder ankurbeln zu können. Rückblickend kann gesagt werden, dass weit weniger Arbeitslose hier Arbeit fanden als ursprünglich  erhofft. Gebaut wurde schließlich zwischen 1930 und 1935, immer wieder unterbrochen durch finanzielle Sorgen, Streitigkeiten über  die Trassierung und natürlich der Witterung. Am 3. August 1935 wurde die durchgänge Befahrung der Großglockner-Hochalpenstraße  dem Verkehr übergeben.   In den 26 Baumonaten wurden 870.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt, 115.750 Kubikmeter Mauerwerk geschaffen, 67 Brücken  gebaut und ein Straßentelefon mit 24 Sprechstellen installiert. 3.200 Arbeiter leisteten 1,8 Millionen Arbeitsschichten.   Die Gesamtbaukosten betrugen laut Endabrechnung vom 16. April 1936 umgerechnet auf den Geldwert von heute 53,5 Millionen  Euro für den Straßenbau und 3,3 Millionen Euro für die Verbesserung der Zubringerstraßen, der Fernsprechanlagen und diverse  Details.