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Gosauseee Bergstraße
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Oberösterreich
Gosausee
Gosau
915 m. ü. M.
ca. 7 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.53482 o
13.496017 o
Gosausee Straße
2
Streckenbeschreibung: In Gosau zweigt von der B 166 der Stich zum Gosausee;  genauer gesagt zu den Gosauseeen, denn es sind zwei. Die  Straße windet sich durch das leicht bewaldete Tal. Kurz vor  dem See steigt die Straße enorm an. Der immer enger  werdende Talkessel zwängt sich zwischen der  Mödereckhöhe und der Hornspitze bis an das Ufer des  Vorderen Gosausee. Dann ist Schluss mit Fahren. Wer das  absolute Naturhighlight direkt am Fuß des Dachsteins  ebenfalls sehen möchte, hat einen Fußmarsch von ca. 90  min. zum Hinteren Gosausee vor sich. Die Wanderung lohnt  sich allemal.
Sage: Lange Zeit beanspruchte sowohl der Erzbischof von Salzburg, als auch die Habsburger die Gegend um Gosau. Aus  dieser Zeit stammt die folgende Sage:   Die Sage von den Schwarzreitern  Während der Gegenreformation entsandte ein Salzburger Erzbischof ein großes berittenes Soldatenheer, um die Gosauer  Bevölkerung mit Gewalt zur Abkehr vom ketzerischen Glauben zu bringen. Vor dieser drohenden Gefahr wurden die Gosauer  Protestanten jedoch gewarnt. Sie flüchteten bei Schnee und Eis über den zugefrorenen Vorderen Gosausee um im Talschluß  Schutz zu finden. Die schwarzen Reiter folgten ihnen auf die Eisdecke. Dem Ansturm der schwarzen Verfolger aber nicht  standhaltend brach das Eis und der See verschlang die Reiter mitsamt den Rössern. Seit diesem Zeitpunkt schwimmen im  Gosausee kleine Fische mit schwarzem Rücken, die "Schwarzreiter".
Was sind dealpine Pflanzen? Alljährlich im Winter und Frühjahr donnern von den schutterfüllten Karen des Gosaukamm Lawinen herab und zerstören alles, was sich  in ihrer Bahn befindet. Der mechanischen Gewalt der Schneemassen können Gehölze nur dann widerstehen, wenn sie eng am Boden  bleiben und ihre Äste nicht weit in die Luftraum strecken. Nach der Schneeschmelze bleibt in den Lawinengassen Gesteinsschutt liegen,  welcher nur von wenigen spezialisierten Pflanzenarten besiedeln werden kann. Am Ende dieser Bahnen in 940 m Seehöhe wachsen  Pflanzen, welche normalerweise nur der alpinen Stufe in 2000 m gedeihen. Solche Arten, die von den Hochlagen in tiefere Lagen  heruntersteigen, bezeichnet man als dealpine Pflanzen. Hierzu gehören knapp über der Baumgrenze wachsende Zwergsträucher wie  Latsche, Bewimperte Alpenrose, Zwerg-Alpenrose, Alpen-Bärentraube, Alpen-Rauschbeere und solche, die in Felsnischen vorkommen  wie Silberwurz und Gemskresse.
Am Wegesrand: Der Vordere Gosausee mit dem Dachsteinmassiv im  Hintergrund ist wahrscheinlich eines der am meisten  fotografierten Motive der Region. Der Vordere Gosausee ist im  Sommer bis zu 96 tief. Im Winter wird er bis zu einer Resttiefe  von 36 m abgelassen. Der Hintere See geht über",  in Gosau wissen alle, was damit  gemeint ist. In manchen Jahren fließt das Wasser des Hinteren Gosausee  unterirdisch nach Hallstatt ab. Es ist ein besonderes Naturschauspiel, wenn der Hintere  Gosausee so voll ist, dass er zum Vorderen Gosausee  entwässert. Dies geschieht immer nach einem schneereichen  Winter und einem nassen Frühling und Sommer. Es kann  mehrere Jahre dauern, bis sich dieses Wasserspektakel  wiederholt.