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Gerlospass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Tirol - Salzburg
Wald im Pinzgau
Zell am Ziller
1531 m. ü. M.
ca. 39 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.243114 o
12.111097 o
L 113
1-2
Streckenbeschreibung:  Die Qual der Wahl; welche der beiden Passstraßen soll  man befahren- die alte Strecke ab Wald im Pinzgau mit  einem Höhenunterschied von 646 Höhenmetern auf 10 km  Streckenlänge, oder die neue Straße mit einem  Höhenunterschied von 956 m auf einer Streckenlänge von  25 km? Die Entscheidung fällt tatsächlich schwer, da beide  Routen ihre Vorzüge und Reize haben. Die neue Route hat  den Vorteil, dass sie bei den Krimmler Wasserfällen vorbei  führt und man dieses Naturspektakel auch von der  Bundesstraße aus sehen kann. Die neue Straße ist  bestens ausgebaut und schlängelt sich in zahlreichen  Kurven weiter bis Zell am Ziller. Die alte Straße hat den  Vorteil eine urige alte Straße zu sein, die abseits des  Durchzugsverkehrs liegt.  
Am Wegesrand:  „Die Krimmler Wasserfälle sind mit ihrer beeindruckenden  Fallhöhe von 380 m die fünfthöchsten Wasserfälle der  Welt. Sie gehören mit ca. 350.000 Besuchern pro Jahr zu  den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs“;  soweit der Prospekt. Tatsächlich muss die Fallhöhe  relativiert werden, die die 380 m in 3 Stufen erreicht  werden. Ermöglicht wird das Nuturschauspiel durch den  besonders harten Granit.   Um auch den Motorradfahrern die Besichtigung der  Wasserfälle so angenehm als möglich zu gestalten wurde  ein Bikers Point am Parkplatz „Wasserfallblick“ geschaffen.  Der Bikers Point umfasste einen für Motorräder  vorbehaltenen Parkplatz und Safes zur vorübergehenden  Aufbewahrung nicht benötigter Ausrüstungs-gegenstände.   Adler, Bussarde und Uhus sind die Stars der Adlerbühne  auf dem Genießerberg Ahorn in Mayrhofen. Diese  Attraktion begeistert mit den spektakulären Flugmanövern  der Greifvögel. 
Zillertaler Höhenstraße - Alte Gerlosstraße: Die Zillertaler Höhenstraße wurde zu Beginn der 1960er Jahre  erbaut und diente ursprünglich den Bauern zur einfacheren  Bewirtschaftung der Almen sowie der Wildbachverbauung, um  der zahlreichen Überschwemmungen in diesem Gebiet Herr zu  werden. Bald sprach sich der traumhafte Panoramablick von der  Straße aus auf die Zillertaler Alpen herum, und so öffnete man  bereits Ende der 1960er Jahre die einfache Schotterstraße auch  für Gäste.1978 baute man eine Anbindung der Straße von Zell  über den Zellberg  zur Höhenstraße. Mit den hohen Kosten, die  die vollständige Asphaltierung und Instandhaltung der 50 km  langen Panoramastraße verursachen, ergab sich auch die  Notwendigkeit einer Mauteinhebung. Auffahrt ab Zell am Ziller.  Iglu Übernachtungen: Die White Lunge stellt sich als  eine der  exklusivsten Übernachtungsmöglichkeiten in den Alpen dar. Die  Homepage wirbt mit: „Verbringen Sie eine unvergessliche Nacht  in einer Iglu-Suite auf 2000 m Höhe: Abendessen, Frühstück und  Fackelwanderung inklusive!“ Schegeis-Staumauer: Südlich von Mayrhofen beginnt die Fahrt  auf der Schlegeis Alpenstraße in die Zillertaler Alpen hinauf zur  131m hohen, doppelt gekrümmten, Schlegeis-Staumauer. Ein  imposantes Bauwerk der Technik, welches bei einer Führung  auch von innen besichtigt werden kann.  
Geschichtliches: Auf dem Rohrberg hoch über Zell am Ziller im Zillertal wurde  1630 ein reicher Goldfund gemacht, der den seit 1506 recht  einträglichen Goldbergbau auf dem nahe gelegenen  Hainzenberg weit zu übertreffen versprach. Der alte Streit  zwischen Salzburg und Innsbruck über die im Jahr 1427  vereinbarte Halbe-halbe-Teilung der Zillertaler  Bergbaugewinne flammte neuerlich auf. Und aus Ärger  darüber zerstörten Salzburger Knappen etliche Tiroler  Schmelzanlagen im Raum von Zell am Ziller. Zudem  unterstrich der hoch willkommene Goldfund auf dem  Rohrberg eine alte strategische Schwäche. Das Zillertal  gehörte (bis 1803) zum unabhängigen Erzbistum Salzburg.  Doch die einzige befahrbare Strecke von Salzburg in das  Zillertal führte durch bayerisches und tirolerisches  "Ausland".  Dies alles waren Gründe, um mit Nachdruck eine  "inländische" Verbindung von Salzburg in das Zillertal  herzustellen. So rückten 1630 plötzlich wieder alte Pläne ins  Blickfeld, den einsamen 30 km langen Saumpfad von Wald  im Pinzgau über den Gerlospass nach Zell am Ziller zu  einem nicht nur begeh-, sondern auch befahrbaren Weg  auszubauen. Auf diesem könnte das Golderz von Rohrberg  und Hainzenberg über die Gerlos zu den leistungsfähigen  Schmelzen in Mühlbach bei Bramberg und in Lend gekarrt  werden.   Somit profitieren wir Motorradfahrer in Form der  wunderbaren Gerlosstraße noch immer vom Goldfund der  Vorfahren.