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Gaichtpass
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Tirol
Nesselwängle
Weissenbach am Lech
1093 m. ü. M.
ca.  16 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.453108 o
10.624551 o
B 199
2-3
Streckenbeschreibung: Die Strecke über den Gaichtpass  gehört sicherlich zu den schöneren  Motorradstrecken Österreichs. Die  Straße über den Talpass schlängelt sich den Berghang entlang und erlaubt  herrliche Fernsichten in das  Tannheimertal. Die Route über den  Gaichtpass und weiter über das  Hahntenjoch ist sicherlich eine  lohnende Alternative zum sehr stark  befahrenen Fernpass. Die Straße ist  bestens ausgebaut und gesichert. Der  Asphalt ist von bester Güte. Der Ort  Nesselwängle breitet sich malerisch am  Fuße der Tannheimer Berge aus.   An der Passhöhe führt ein kurzes  Sträßchen zur ehemaligen Passklause.  Leider ist alte Straße über den  Gaichtpass nicht mehr (legal)  befahrbar.  
Am Wegesrand: Der ursprüngliche Name für Lech war „Licca“, was so viel heißt wie der schnell  fließende. Der Name stammt aus der Keltenzeit und sollte auf den eigensinnigen  Lech, die sich immer wieder ändernde Gewässerführung und die Unberechenbarkeit  bei Hochwasser hinweisen. Noch heute prägt der Lech das Erscheinungsbild des  Lechtals auf Tiroler Seite. Unverbaute Flussläufe stellen im Alpenraum eine  Seltenheit dar. Der Lech soll weiterhin eine natürliche Flusslandschaft darstellen  und somit gefährdeter Tier- und Pflanzenwelt Lebensräume bieten.   Tannheimer Tal: Bei Urlaubern, die Ruhe und Erholung suchen schneidet das  Tannheimer Tal ganz besonders gut ab. Die landschaftliche Schönheit und die vielen  Wandermöglichkeiten, ziehen vor allem unterbewusste Besucher an.    Die alte Gaichtpassstraße kann zumindest ab Weißenbach am Lech begangen  werden.  
Geschichtliches: In römischer Zeit durchzog als erste die Augusta Vindelicorum unser heutiges Österreich. Die Fernverbindung von Verona  kommend überquerte den Reschenpass, führte durch Landeck, über den heutigen Fernpass und endete in Augsburg. Etwa 46  n. Chr. wurde eine weitere Route nach Norden, die weniger anstrengende Route über den Brenner mit Namen Via Claudia  Augusta errichtet. Ungefähr um 250 n. Chr. wurde die Via Decia errichtet. Sie zweigte beim Fernpass ab und führte über  Leermoos, Reutte, Tannheim, Hindelang, Sonthofen und Immenstadt nach Bregenz. Die Via Decia war insbesondere für die  Versorgung der Truppen, sowie für die rasche Truppenverlegung in das Gebiet westlich des Rheins wichtig. Somit führt die Via  Decia auch über den Gaichtpass und Oberjochpass.   Im Mittelalter war die alte Gaichtpassstraße vor allem für den Salztransport von Bedeutung. Auf ihr wurden Salzfässer zum  Bodensee befördert und wahrscheinlich weiter über den See mit Schiffen transportiert. Immerhin war der Transport auf dem  Wasser weniger anstrengend als auf dem Landweg. Auch die Römer bevorzugten die Beförderung von Truppen und Waren  über Wasserwege und hatten dafür verschiedenste Schifftypen entwickelt. 
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