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Brennerpass und Ellbögenstraße
Bundesland:
Talorte:
Seehöhe:
Streckenlänge:
Koordinaten:
Straßenbezeichnung:
Schwierigkeitsgrad nach Denzel:
Tirol
Gries am Brenner
Igls
1170 m. ü. M.
ca. 26 km
geogr. Breite:
geogr. Länge:
47.162525 o
11.459255 o
L 38
2-3
Ellbögenstraße
Streckenbeschreibung Der Brennerpass ist eine der Nord-Süd-  Hauptverbindungsstrecken über die Alpen. Schon Ötzi hat einen  Weg über den Brenner für seine Wanderung benutzt. Die  eigentliche Brennerpassstraße hat für den Motorradfahrer kaum  Anreize, außer vielleicht möglichst rasch nach Italien oder wieder  zurück zu gelangen.   Anders sieht das bei der Ellbögenstraße aus. Das ist ein  schmales Sträßchen, das sich am östlichen Rand des Tales an  den Berg schmiegt, viel Panorama bietet, durch einige  ursprüngliche Orte führt und überhaupt zum Seele baumeln  verleitet. An manchen Stellen ist die Straße sehr eng, im  Allgemeinen aber gut ausgebaut. In die Ellbögenstraße gelangt  man ab Igls. Die Straße mündet bei Gries am Brenner wieder in  die Brennerstraße ein.
Kurioses: Um 1400 wurde ein Brennerbad errichtet, wobei 2  Badehäuser gestiftet wurden. Eines der beiden Häuser war  den Reichen vorbehalten.  Die Armen konnten das zweite  Badehaus ohne Zahlung in Anspruch nehmen und erhielten  beim Verlassen ein Almosen von 24 Kreuzern. Als Bedingung  für den Besuch des Bades galt für die Armen, dass vorher  eine Beichte ablegt werden musste. Die Reinigung wurde  also innerlich und äußerlich vorgenommen.  
Geschichte der Brennerpassstraße: Nord-Süd (bzw. umgekehrt)-Querungen des Brenners sind seit ca. 5300 Jahren nachgewiesen. Ötzi starb lediglich 50 km westlich  am  Hauslabjoch.  In der Antike zogen sowohl germanische Völker Richtung Süden um den Römern den Hintern zu versohlen, als auch  die Römer nach Norden um sich zu rächen. Der griechische Geograph und  Geschichtengelehrte Strabon berichtete, dass die  Bevölkerung südlich des Brennerpasses fast gänzlich ausgerottet oder versklavt wurde. Kaiser Septimus Severius ließ die Straße  über den Brenner weiter ausbauen. Damals hieß die Verbindung Tridentum (Trident) bis Velvidena (Innsbruck) und weiter bis  Augusta  Vindelincorum (Augsburg) Via Raetia und war eine wichtige Heeresstraße.  Die von den Römern erbaute Straße hielt sich als Via  imerii bis ins Mittelalter. König Otto I erkannte die strategische Bedeutung des Passes, ließ um 952 die Passstraße weiter durch  Burgen und Befestigungsanlagen sichern und sorgte vor allem für genügend Verteidigungsanlagen.    Beim weiteren Ausbau der Straße ab dem Jahr 1480 wurde erstmals für zivile Zwecke Schwarzpulver  verwendet um Felsen zu  sprengen. Der nächste Ausbau und Verbreiterung der Straße wurde von Maria Theresia im Jahr 1777 angeordnet. Natürlich kann die  Maria-Theresische Straße über den Brenner nicht mit modernen Straße verglichen werden. Dennoch sie war so gebaut, dass Wagen  mit einigen Zentnern den Pass passieren konnten und nur an wenigen Stellen wurde ein  Vorspann benötigt. Johann Wolfgang von  Goethe reiste auf der Brennerstraße im Jahre 1786 in nur 50 Stunden von Innsbruck nach Trient. Zur damaligen Straße meinte er, sie  sei so gut dass man sie nachts mit einem schlafenden Kutscher flott befahren könne. 1867 wurde die Eisenbahnlinie errichtet.  Ab dem Jahr 1957 wurde an der Brennerautobahn gebaut. Eine Pionierarbeit war die Errichtung der Europabrücke mit einer max.  Höhe von 198 m und Länge von 820m. Die Autobahn wurde schließlich 1963 dem Verkehr übergeben. Derzeit queren ca. 2 Million  LKW den Brennerpass pro Jahr.  
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